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Hektik und Stress des Alltags zerren an den Kräften. Ein gutes Gegenmittel: Saunabaden! Auf kaum eine andere Weise lässt sich in so kurzer Zeit etwas so Wirkungsvolles für Körper und Seele tun.

Die wohlige Wärme entspannt die Muskulatur ebenso wie den Geist. Herz und Kreislauf stabilisieren sich, die Gefäße werden durch die abwechselnden Wärme- und Abkühlreize regelrecht trainiert und das Immunsystem läuft zur Höchstform auf. Denn mittlerweile ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch die Erhöhung der Körpertemperatur während der Schwitzphase, dem Körper eine Art künstliches Fieber vorgegaukelt wird, wie bei echtem Fieber wird so eine Zerstörung von Krankheitserregern bewirkt. Aber auch in punkto „Anti-Aging“ leistet Saunieren einen wertvollen Beitrag: Die Haut wird straffer, klarer und sieht jünger und frischer aus.

Die Heimat der Saunen

Was wir heute Sauna nennen, ist ein uraltes Kulturgut, dass, wenn man es genau nimmt, sogar bis in die Steinzeit zurück reicht. Durch die Entdeckung, dass Steine die Hitze des Feuers speichern können, war der Mensch nicht nur in der Lage, seinen Aufenthaltsort zu erwärmen, sondern auch, sich mit bewusster Temperatursteigerung zum Schwitzen zu bringen.

Der Begriff „Sauna“ entstammt der finnischen Sprache. Denn die Finnen waren es, die die Kulturtradition des Schwitzbadens aus ihrer Urheimat, dem asiatischen Grenzgebiet am Ural, mit in das heutige Siedlungsgebiet einbrachten. Während in fast allen Ländern die Geschichte des Badewesens wechselvoll verlief, können die Finnen auf eine rund zweitausend Jahre alte Saunatradition zurückblicken. Wo anfänglich noch mit Steinen angereicherte Erdgruben, mit Zelten darüber versehen, herhalten mussten, um so das wohltuende Schwitzen zu ermöglichen, so etablierte sich im Laufe der Zeit zunehmend die Sauna in Holzbauweise.

Das Herzstück einer echt finnischen Blockbohlensauna bildet der Saunaofen. Traditionell mit Holz befeuert, werden so die oben liegenden Steine aufgeheizt. Der eigentliche Clou beim Saunieren sind die Aufgüsse. Dabei werden die heißen Steine regelmäßig mit Wasser übergossen, der daraus entstehende unvergleichliche Verdunstungsdampf treibt einem regelrecht den Schweiß aus den Poren. Ganz nach Gusto kann das Aufgusswasser mit Zusatz- bzw. Duftstoffen oder Ölen angereichert werden. Die Bandbreite der Zusätze reicht von Eukalyptus, Minze und Menthol, die die Atemwege frei machen, über Nadelholzdüfte, die zusätzlich die Muskulatur entspannen sollen, bis hin zu Spaßaufgüssen mit den Düften exotischer Früchte.

In den skandinavischen Ländern hat die Sauna nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert – auch gesellschaftlich. Unter Geschäftsleuten ist es selbstverständlich, sich in der Sauna zu treffen, um dort Geschäfte abzuwickeln. Auch in Russland gehört gemeinsames Saunieren zum guten Ton. In der russischen Variante der Sauna, der Banja, ist es selbst unter Politikern durchaus üblich, sich bei einem schweißtreibenden Bad zu beraten und wichtige Entscheidungen zu fällen. Traditionell ist sowohl in der Sauna als auch in der Banja der Gebrauch von Birkenzweigen, mit denen der gesamte Körper „abgeschlagen“ wird, um die Blutzirkulation anzuregen. Wie sehr das Saunieren zum Alltagsbild der Skandinavier gehört, wird einem spätestens beim Gang in den örtlichen Supermarkt bewusst: Saunagerecht portioniert können dort tiefgefrorene Birkenzweige erstanden werden.

Fester Bestandteil der Wellness-Kultur

Saunen der finnischen Art gab es in Deutschland bereits anfänglich des 20. Jahrhunderts. Richtig Fuß fasste die Sauna-Kultur allerdings erst nach Ende des zweiten Weltkriegs. Heutzutage verfügt nicht nur jedes Hotel, das etwas auf sich hält, über einen Spa, in dem eine Sauna fest integriert ist. Auch in öffentlichen Schwimmbädern findet man zunehmend die Möglichkeit zum Saunieren. Wer keine Lust hat, sich an feste Saunazeiten zu halten, der ist mit einer Sauna in den eigenen vier Wänden bestens beraten. Dabei muss nicht unbedingt ein Keller- oder Hobbyraum zur Verfügung stehen, um sich den Traum einer eigenen Sauna zu erfüllen. Mittlerweile gibt es durchaus platzsparende Modelle, die sogar zusätzlich über Infrarot verfügen und sich problemlos selbst ins Badezimmer integrieren lassen. Ob „Sauna nach Maß“, bei der Individualisten die Möglichkeit geboten wird, die Sauna ihren Vorstellungen anzupassen, oder Sauna mit „austauschbarem Outfit“, z. B. in traditioneller Holz- oder trendiger Glasbauweise, eine Sauna steht gestern wie heute für ein ganz ursprüngliches Erlebnis. Kein Wunder, dass die Schar der Sauna-Anhänger immer größer wird. Auf kaum eine andere Weise lässt sich in so kurzer Zeit etwas so wirkungsvolles für Körper und Seele tun. Weitere wertvolle Tipps rund um das „heiße Thema“ erhält man auf der Homepage des Deutschen Sauna-Bundes e.V. unter www.saunabund-ev.de.

>> Bei Entzündungen, akuten Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Venenthrombosen oder Krampfaderleiden, wird im Allgemeinen vom Sauna-Besuch abgeraten.


>> Empfehlung für einen Saunagang:
8–15 Minuten Schwitzphase
15 Minuten Abkühlphase und
15 Minuten Ruhephase

Bild: Jupiterimages / Creatas - Thinkstock

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