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Orangen, Zitronen, Mandarinen sind farbenfroh, herrlich anzuschauen, duften wunderbar frisch und sind obendrein wichtige Vitamin-C-Lieferanten. Gerade jetzt in der Winterzeit sind sie von unserem Speisenplan nicht weg zu denken.

Sortenreich, farbenfroh und sehr gesund

Zitrusfrüchte gehören zu den ältesten Obstsorten der Welt und wurden schon vor rund 4000 Jahren in China kultiviert. Gerne wird eine Apfelsine auch als chinesischer Apfel bezeichnet, was die Herkunft und die Beliebtheit nett umschreibt. Dass Orangen, Zitronen, Mandarinen langsam die Welt eroberten, haben wir großen Feldherren und Herrschern zu verdanken. Schon Alexander der Große brachte die Orangen in den Mittelmeerraum. Es folgten arabische, portugiesische und spanische Eroberer, die die köstlichen Früchte in Afrika und Amerika verbreiteten, bis schließlich Mitte des 16. Jahrhunderts größere Mengen nach Europa gelangten. Die ersten, allerdings nicht essbaren, bitteren Früchte wurden wegen ihrer ätherischen Öle geschätzt, die für Parfums verwendet wurden. Fürsten und Könige liebten diese immergrünen Pflanzen und so entstanden Gewächshäuser, Orangerien, wo man bis heute Kostbarkeiten und Raritäten bewundern kann. Mittlerweile ziehen sich die Anbaugebiete rund um unseren Globus, weshalb man von einem Zitronengürtel spricht, der sich etwa zwischen dem 40. Grad nördlicher und 35. Grad südlicher Breite befindet.

Schale ab und gleich gegessen! So genießen die meisten von uns Orangen und Mandarinen. Das ist auch gut so, denn auf diese Weise wird unser Körper mit dem wichtigen Vitamin C versorgt. Orangen und Co enthalten wenig Kalorien, kaum Eiweiß und Fett, aber sind hervorragende Vitamin C-Quellen. Schon mit einer Grapefruit oder zwei Apfelsinen wird unser täglicher Vitamin C-Bedarf gedeckt. Der Ballaststoffgehalt von Zitrusfrüchten ist zwar nicht besonders hoch, doch zusammen mit anderem Obst, Gemüse und Getreideprodukten ergänzen sie sich wunderbar. Ebenfalls sind die sekundären Pflanzenstoffe erwähnenswert. Diese schützen die Zellen vor freien Radikalen, verlangsamen den Alterungsprozess und senken das Krebsrisiko. Deshalb schälen Sie das weiße Gewebe von der Schale der Orange nicht komplett, denn hier verbergen sich die wichtigen Flavonoide, die sich in nahezu allen Randschichten von Obst und Gemüse befinden.

Die Qualität der Zitrusfrüchte ist entscheidend von dem richtigen Erntezeitpunkt abhängig. Um saftige und wohl schmeckende Früchte genießen zu können, müssen sie reif geerntet werden, da Zitrusfrüchte nicht nachreifen. Zu früh geerntet schmecken sie bitter und enthalten wenig Saft, wenn der optimale Erntezeitpunkt verpasst wurde, werden sie trocken und schmecken eher süß-fad. Nach der Ernte folgen mehrere Behandlungsschritte wie Waschen und Sortieren. Um sie vor Fäulnis und Schimmelbefall zu schützen, werden sie in Pflanzenschutzmitteln gebadet. Damit ihr Aussehen schön glänzend ist und Schutz vor Austrocknung bietet, werden sie oft zusätzlich noch mit Wachs besprüht. So behandelte Früchte müssen im Obstregal beschriftet werden, denn die Schale ist jetzt nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Wichtig: Zitrusfrüchte aus ökologischem Anbau dürfen nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln und Mitteln zur Schalenkonservierung in Berührung kommen. Ihre Schalen sind tatsächlich frei von diesen Stoffen und dürfen somit auch in der Küche Verwendung finden. Bio-Zitrusfrüchte sind jedoch anfälliger für Schimmel, müssen deshalb sehr sorgfältig gelagert werden, sind oft kleiner und die Schale ist stumpfer im Aussehen.

Gut zu wissen!

> Auch Zitrusfrüchte mit grünen Stellen können schon reif sein und schmecken. Eine optimale Färbung und somit Ausreifung der Schale wird durch einen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht gefördert.

> Hinweis auf „unbehandelt“ bedeutet nicht zwangsläufig „unbelastet“! Die Schale ist lediglich nach der Ernte nicht mehr behandelt worden, was beim Anbau passierte, bleibt offen. Sicher sind Sie mit Bio-Früchten!

Große Vielfalt durch neue Züchtungen

Grapefruits und Pampelmusen
Grapefruits sind eine Kreuzung aus Pampelmusen und Orangen. Die runden, gelblich bis rosafarbenen Früchte schmecken süßlich herb bis leicht bitter und sind sehr saftig.

Mandarinen und Clementinen
Diese Früchte zählen zu einer sehr großen und vielfältigen Gruppe, die durch Züchtungen untereinander oder mit Orangen und Grapefruits ausgesprochen variantenreich ist. Clementinen, als die wichtigste Mandarinenart, sind eine Kreuzung aus Mandarinen und der bitter schmeckenden Pomeranze.

Orangen und Apfelsinen
Weltweit gibt es mehr als 400 Orangensorten, aber nur etwa 30 sind wirtschaftlich interessant. Die Sorten unterscheiden sich in Größe, Form, Schalendicke und Kerngehalt. Der größte Teil wird direkt nach der Ernte zu Saft oder Konzentrat verarbeitet und kommt so zu uns.

Zitronen und Limetten
Die gelben, ovalen, kleineren Früchte haben ein hellgelbes Fruchtfleisch, das saftig und sauer ist. Ob Limone oder Limette, gemeint ist die kleine, grüne, dünnschalige Verwandte der Zitrone, die sich durch eine ergiebige Saftigkeit und ihren herb säuerlichen bis leicht süßlichen Geschmack auszeichnet.


Einkaufstipps

> Bei verpackten Früchten achten Sie auf die Kennzeichnung. Wichtig ist der Hinweis auf „behandelte, konservierte“ und gegebenenfalls „gewachste“ Früchte.

> Es dürfen keine faulen oder schimmeligen Früchte in einer Stiege oder im Netz sein.

> Vermeiden Sie Mandarinen, bei denen die Schale spürbar locker ist. Das kann ein Zeichen für alte, überlagerte Früchte sein.

> Zitronen sollten saftreich und dünnschalig sein und möglichst wenige Kerne haben. Wiegen Sie die Zitrone in der Hand, sie sollte sich schwer anfühlen.

> Waschen Sie die Früchte mit heißem Wasser und reiben Sie sie mit einem Küchentuch trocken!

Bild: Anton Ignatenco

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