Mehr Wissen für
mehr Wohlbefinden
auto-generated-content

Ein altes Sprichwort besagt „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“.

Unsere Nahrung ist nicht nur der tägliche Energielieferant zum Überleben, sondern auch Ausdruck des Befindens, der Genussfähigkeit, unserer Stimmung oder Besinnung auf das Selbst. Nach einem anderen Sprichwort geht „Liebe durch den Magen“, was die soziale Funktion des Essens meint, die gegenseitige Fürsorge zum Wohlergehen sowie Lebensart, Kultur und Kommunikation. Die Art, wie man speist, isst oder schlingt, wird dabei zum Ausdruck der seelischen Verfassung.

Essstörungen sind zu einer Zeiterscheinung des modernen Lebens geworden: Essen ist medial omnipräsent in Kochshows, Diätberatungen, Schönheits-idealen. Immer mehr Fastfood und Fertigware versus Biotrend oder Veganismus verwirren. Alltagshektik, Probleme des Lebens sowie Fehlverhalten schlagen dann im wahrsten Sinne „auf den Magen“. In Deutschland leiden 1,5 Prozent der Frauen und 0,5 Prozent der Männer unter einer der drei Hauptformen von Essstörungen: Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Erbrechen nach dem Essen), die Binge-Eating-Störung (Heißhungeranfälle).

Essstörungen sind Erkrankungen mit schleichenden körperlichen, psychischen und sozialen Folgen. Sie beginnen meist im Jugendalter. Wir bezeichnen sie auch als untaugliche Lösungsversuche für tiefer liegende seelische Probleme. Essen dient ja bekanntlich als Ersatz für „etwas“, wonach uns hungert. Oft sind Essstörungen auch stummer Protest oder soziale Ablehnung. Essstörungen haben jedoch auch immer eine körperliche (somatische) Komponente, weil durch Nahrungsentzug oder übermäßige -aufnahme biologische Reaktionen hervorgerufen werden.

auto-generated-content

Prof. Dr. med. Christoph Bielitz | Ärztlicher Direktor Sigma-Zentrum

Nicht selten werden Essstörungen als launisches Essverhalten verharmlost und aufgrund mangelnder Akzeptanz der psychischen Ursache verleugnet. Das mündet häufig in folgenreiche Chronifizierungsspiralen, die langwierige Therapien erfordern. In der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung kommt es vor allem auf eine frühe Intervention an, um die tieferliegenden Ursachen der Störung zu erkennen und Lösungsstrategien mit dem Patienten zu erarbeiten. Unser Früherkennungszentrum im Sigma-Zentrum bietet eine spezialisierte Diagnostik. Experten kümmern sich individuell, um die seelische Situation der Betroffenen zu verstehen.

SIGMA-Zentrum Bad Säckingen | Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin

Weihermatten 1, 79713 Bad Säckingen
Telefon 0 77 61 / 55 66 – 0
Telefax 0 77 61 / 55 66 – 199
E-Mail
www.SIGMA-Zentrum.de/

Bildnachweis: HighwayStarz – 123RF

Ähnliche Themen

Immer unter Strom – krankmachender Lifestyle

auto-generated-content

Massenmedien und das Internet dringen in die feinsten Winkel unseres Lebens – omnipräsent und oft mit ungeklärtem Nutzen.

Weiterlesen...

Psychische Belastung, seelische Not: Was tun?

auto-generated-content

Allgemein bekannt ist, dass seelische Belastung und psychische Erkrankungen zunehmen. Die Ursachen sind vielfältig und selten eindimensional.

Weiterlesen...

Interessante Services