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Wir essen täglich säure- und basenbildende Nahrungsmittel. Aber es ist nicht alles säurebildend was sauer schmeckt. So empfinden wir Zitronensaft und Essig als sauer, im Körper werden aber Basen gebildet. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt steht für Vitalität und Wohlbefinden und beugt Krankheiten vor.

Ob ein Nahrungsmittel säurebildend oder basenbildend ist, hängt mit den Stoffwechselprodukten zusammen, die bei der Verdauung der Nahrung entstehen. So bilden sich z. B. aus den organischen Fruchtsäuren im Obst basische Verbindungen und aus den neutral schmeckenden Eiweißen in Fleisch und Käse Säuren.

Um leistungsfähig zu sein und damit wir richtig funktionieren, brauchen wir eine Vielzahl an großen und kleinen Nährstoffen und natürlich Energie. Das alles wird über das tägliche Essen sowie Trinken unserem Organismus zur Verfügung gestellt. Komplizierte Stoffwechselprozesse machen es möglich, dass die Inhaltsstoffe aus der Nahrung so umgebaut werden, wie der Körper sie gerade benötigt, und zu den Orten transportiert werden, wo sie gebraucht werden. Bei diesen Umbau- und Abbauprozessen fallen allerdings auch Stoffe an, die gerade nicht benötigt werden. Unser Körper entscheidet dann, ob er diese Endprodukte speichert oder ob er sie durch Niere, Darm oder Lunge ausscheidet.

Säure- und Basenhaushalt in Balance

Damit das Ganze reibungslos funktioniert, verfügt unser Organismus über ein ausgeklügeltes Regelsystem. Dieses effektive Puffersystem sorgt für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt, so wird der pH-Wert im Blut in einem sehr engen Bereich von 7,36 bis 7,44 konstant gehalten. Der Magensaft ist stark sauer, pH zwei und niedriger. Im Speichelsaft werden alkalische Werte um 7,7 gemessen. Nach dem Essen sinkt dieser Wert und der Speichelsaft wird dann leicht sauer.

Der gesunde Organismus verfügt über ein robustes und präzises Regelsystem, so dass es unter normalen Lebensbedingungen nicht zu Entgleisungen kommt. Die Menge freier Basen ist zig-mal größer als die der freien Säuren. Diese riesige Pufferkapazität schützt uns vor der akuten Übersäuerung. Einseitige Ernährung, starker Alkohol- und Nikotinkonsum sowie wenig Bewegung beanspruchen diese solide Pufferkapazität enorm.

Fazit: Die meisten von uns sind nicht von einer akuten Übersäuerung bedroht. Essen Sie am besten fünfmal am Tag Obst oder Gemüse, trinken Sie ausreichend und genießen Sie bei einem Spaziergang an der frischen Luft Ihre Umgebung. So schaffen Sie einen Ausgleich zu den Säurequellen Fleisch, Wurst, Stress, Alkohol und Nikotin.

Bildnachweis: 123RF: Cathy Yeulet

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