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Immer wieder tauchen Diäten gegen Rheuma auf, die die Betroffenen hoffnungsvoll stimmen, aber kaum ihre Versprechen halten. Eine Ernährungsweise, die arm an entzündungsfördernden Stoffen ist, kann helfen, die Schmerzen und den Einsatz von Medikamenten zu reduzieren.

Rheuma ist nicht gleich Rheuma. Fachleute sprechen vom „rheumatischen Formenkreis“, da nicht nur Gelenke und Knochen betroffen sein können, sondern auch Weichteile wie Muskeln oder Sehnen. Arthrose, also Gelenksverschleiß, aber auch die entzündlichen Prozesse in den Gelenken machen den Betroffenen Beschwerden. Zu viel Gewicht ist eine zusätzliche Belastung für die Gelenke. Daher ist es für den Rheumatiker dringend anzuraten, die überflüssigen Pfunde abzubauen. Eine angepasste Ernährungsweise, die die entzündlichen Prozesse im Körper hemmt und bei Bedarf die Pfunde purzeln lässt, ist eine unverzichtbare Säule in der Rheumatherapie. Eine Rheumadiät gibt es nicht! Einige Inhaltsstoffe von Lebensmitteln können Entzündungen fördern, aber es gibt auch Substanzen, die eher hemmend auf die Entzündungen wirken.

Die Arachidonsäure ist ein Hauptübeltäter, die die entzündlichen Prozesse im Körper fördert und dem Rheumatiker Schmerzen bereitet. Diese Substanz ist besonders in fettreichen tierischen Lebensmitteln zu finden. Dazu zählen fettes Fleisch und Wurstwaren, Sahne, Butter, Käse und andere fettreiche Milchprodukte. Daher ist es ratsam, auf diese fettreichen und kalorienreichen tierischen Lebensmittel zu verzichten. Es muss nicht immer Rührei mit Speck sein und es gibt sehr gute Eintopfrezepte auch ohne fette Wurst oder Bauchspeck! Zwei Fleischmahlzeiten in der Woche reichen aus und sind weniger belastend. Ebenfalls lohnt es sich, bei Milch, Käse, Joghurt und Co. die fettärmeren Produkte zu probieren. Jeder wird hier eine wohlschmeckende fettärmere Alternative finden.

Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend!

Fette, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, helfen die entzündlichen Prozesse zu hemmen. In fettreichen Fischen und in guten Pflanzenölen sind diese ungesättigten Fettsäuren reichlich vorhanden. Daher dürfen beispielsweise Hering, Makrele, Lachs oder Sardine zweimal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen. Raps-, Sonnenblumen- oder Sojaöl eignen sich sowohl zum Braten als auch für kalte Zubereitungen. Andere hochwertige Öle wie Leinöl oder Walnussöl nicht erhitzen, sondern besser Salate damit verfeinern. Wer kein Liebhaber von Fisch ist, kann auf Lebensmittel zurückgreifen, die mit Omega-3-Fettsäuren angereichert sind oder auf Fischölkapseln. Allerdings sollte das mit dem Arzt und einer erfahrenen Ernährungsberatung abgesprochen werden. Obst, Gemüse und besonders Hülsenfrüchte gehören in eine anti-entzündliche Kost, da sie frei von Arachidonsäure sind, dafür aber reichlich so genannte Antioxidantien liefern. Wer genügend Obst und Gemüse isst, genießt viele Vorteile. Rheumatiker benötigen vermehrt Vitamin C, E oder auch die Gruppe der B-Vitamine als Antioxidantien, da sie die bei den entzündlichen Prozessen anfallenden Substanzen abfangen und unschädlich machen können.

Wie sinnvoll ist Fasten?

Oft wird die Frage gestellt, ob Fasten die Schmerzen lindert. Ein Verzicht auf Nahrung kann bei einigen Betroffenen die Gelenkentzündungen bessern und somit die Schmerzen lindern. Allerdings sollten Rheumatiker sich nur nach Absprache mit dem Arzt einer Fastenkur unterziehen. Oft verfliegt der positive Effekt allerdings ziemlich schnell, wenn die Betroffenen wieder in ihre alten Essgewohnheiten verfallen. Eine Fastenkur ersetzt nicht eine grundsätzliche Umstellung und ein Umdenken der Ernährungsweise hin zu einer anti-entzündlichen Kost.

Bildnachweis: 123RF: Aleksandra Gigowska

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