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Fast jeder, der versucht seinen Fettpölsterchen zu Leibe zu rücken, hat das schon mal erlebt. Der Zeiger auf der Waage scheint sich keinen Gramm mehr nach unten zu bewegen. Da wird gewalkt, gesportelt, Möhren und Salat geknabbert, bloß der erhoffte Erfolg will sich nicht einstellen. Aufgeben ist nicht der richtige Weg. Versuchen Sie die Ursachen solcher Diätblockaden zu ergründen.

Manchmal sind es nur noch wenige Pfunde, die dahin schmelzen sollen, aber genau diese scheinen besonders hartnäckig zu sein. Bei den meisten klappt es zu Beginn einer Abnehmkur recht gut, aber bald kommt der Zeitpunkt, wo nichts mehr geht. Wie oft hört man den Satz: „Ich esse doch fast gar nichts und trotzdem nehme ich nicht ab!“ Jetzt heißt es – nicht aufgeben, sondern solche Äußerungen zu hinterfragen.

Das richtige Maß

Zunächst ist es das Wichtigste, sich darüber klar zu werden, wie viel Gewicht man verlieren möchte und wie viel Zeit man sich dafür gibt. Die Frage nach einem erreichbaren Ziel ist entscheidend. Nichts ist demotivierender als ein zu hoch oder falsch gestecktes Ziel. Realistische Gewichtsabnahmen von ein bis zwei Kilo pro Monat sind das richtige Maß, um einen Jo-Jo-Effekt und gesundheitliche Störungen zu vermeiden. Wenn die ersten kleinen Etappenziele erreicht sind, kann man sehr zufrieden sein. Zeigt die Waage drei bis fünf Kilos weniger an, ist ein erstes Zwischenziel geschafft. Jetzt sollte man sich selbst und seinem Körper etwa vier Wochen die Gelegenheit geben, das Erreichte zu genießen und dieses Gewicht zu halten, bevor man weiter macht, immer nach dem Motto: „Kleine Schritte führen sicher ans Ziel!“

Zu viele Diäten

Man kann nicht beliebig viel Gewicht verlieren! Wenn sich der Gewichtsverlust bei etwa zehn Prozent des derzeitigen Körpergewichts eingependelt hat, ist möglicherweise erst mal eine Grenze erreicht. Wer permanent auf Diät lebt, zwingt seinen Körper, Kalorien einzusparen. Der Körper erlebt dann gerade eine Notzeit, das heißt, er läuft auf Sparflamme. Unser Körper ist nun mal so angelegt, dass er in Notzeiten nichts freiwillig hergeben will, im Gegenteil, jedes Gramm Fett zu viel wird sofort eingelagert. Eine Abnehmpause scheint sinnvoll zu sein, in der Gewicht halten oberste Priorität hat. Die Zeit kann genutzt werden, um weiter gesund, abwechslungsreich und genussvoll zu essen. Vertreter der Setpoint-Theorie sagen sogar, dass der Körper sein für sich richtiges Gewicht anstrebt, sein physiologisches Gewicht. Ist das erreicht, schlagen weitere Abnehmversuche erst mal fehl. Daher ist es ratsam, auch hier seine Ziele zu überprüfen. Stark Übergewichtige sollten zunächst dem biologisch sinnvollen Gewicht sehr nahe kommen und nicht einem Schlankheitswahn
nacheifern.

Starkes Ich

Abnehmen fängt im Kopf an! Diese Weisheit ist nichts Neues. Heißt aber, dass jeder selbst davon überzeugt sein muss, dass er abnehmen will. Wenn man auf Anraten von anderen, zum Beispiel des Partners, der Familie oder des betreuenden Arztes handelt, klappt`s meistens mit dem Abnehmen nicht. Am besten ist, man stellt sich mal vor einen Spiegel, mustert sich von oben bis unten und überlegt, wie zufrieden man mit sich selbst ist, zum Beispiel mit der eigenen Körperhaltung, Gestik und Mimik. Was würde sich ändern, wenn es einige Kilos weniger wären? Was kann man selber tun, um mit sich ins Reine zu kommen?

Richtiger Zeitpunkt

Um Abnehmblockaden vorzubeugen, sollte zum Einstieg der geeignete Zeitpunkt gewählt werden. Wer sich dauernd gestresst fühlt und sich einer ständigen Überlastung ausgesetzt sieht, empfindet Abnehmen als zusätzliche Belastung. In Zeiten mit vielen Einladungen, mit schwierigen beruflichen oder familiären Situationen ist es keine gute Idee, mit dem Abnehmen zu beginnen. Der Kopf sollte frei sein, um über sich selbst und sein Verhalten nachzudenken. So bekommt man eine Chance, seinen Alltag sowohl mit den unterschiedlichsten Lebenssituationen als auch mit seiner Ernährung in Einklang zu bringen. Das ist besonders wichtig, vor allem dann, wenn man zu den „Stress-Essern“ gehört.

Energiebilanz im Ungleichgewicht

Bewegungsmuffeln fällt das Abnehmen besonders schwer. Zu wenig Bewegung und sportliche Aktivitäten sind in unserer heutigen Lebenswelt einer der häufigsten Gründe für Übergewicht. Unser Alltag wird immer träger: Rolltreppen statt Treppe laufen, moderne Technik im Haushalt, Chillen und Abhängen auf dem Sofa vor dem PC lassen die Energiebilanz ins Ungleichgewicht geraten. Wir essen und trinken zu viele Kalorien und bewegen uns zu wenig. Wir leben in einer Umwelt, die dieses Verhalten begünstigt. So werden die Portionen in der Gastronomie und im Handel immer größer. XL- oder XXL-Portionen sind oft preiswerter als die geeigneteren, kleineren Portionen. Doch wir sind solchen Blockaden nicht machtlos ausgeliefert, sondern haben Möglichkeiten, ihnen mit zweckmäßigen Mitteln bewusst und aktiv entgegen zu treten.

Bildnachweis: 123RF: Graça Victoria

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