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Zu viele Pfunde im Winter angesetzt? Dann geht es Ihnen ebenso wie vielen anderen. Die letzten Wochen des Winters sind die beste Zeit, um die Wende einzuleiten.

Ist es draußen dunkel, kalt und ungemütlich, neigen wir dazu, etwas schwerere und energiereichere Kost zu uns zu nehmen. Der Grund ist recht einfach: Um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, brauchen wir mehr Energie. Dieses Verhalten haben wir von unseren urzeitlichen Vorfahren geerbt und praktizieren es, obwohl es in Zeiten gut geheizter Wohnungen und Büros unnötig geworden ist. Die Folgen lassen sich im Winter leicht mit Waage und Maßband nachprüfen. Natürlich mag keiner sich so recht mit den ,,Jahresringen" anfreunden, zumal die Pölsterchen irgendwann auch die Gesundheit arg strapazieren. Doch was tun mit dem Ballast aus vielen figurfeindlichen Winterwochen? Das Abnehmen gehört zu den häufigsten guten Vorsätzen zum Jahresbeginn, damit in Zusammenhang stehen auch Ziele wie gesündere Ernährung und Entschlackung. Wer im Januar noch nicht die Kurve gekriegt hat, sollte spätestens mit dem Frühlingsbeginn damit anfangen. Warum gerade jetzt? Durch die Wiederkehr von Licht und Wärme stellen sich Hormone und Stoffwechsel um, die Körperaktivität wird gesteigert. Beste Bedingungen also für eine erfolgreiche Kur!

Fasten und/oder Diäten

Diäten und Kuren gibt es wie Sand am Meer, und die meisten sind auch auf ihre Weise erfolgreich, wenn sie konsequent durchgehalten werden. Doch nur allzu bekannt und gefürchtet ist bei allen Abnehmwilligen der Jojo-Effekt, der sich einstellt, wenn man nach der geglückten Gewichtsreduktion wieder zum vorherigen Ernährungsstil zurückkehrt. Der nach der freiwilligen ,,Hungersnot" besonders rationell arbeitende Stoffwechsel legt dann rasch und effektiv Fettreserven für kommende ,,schlechte Zeiten" an - und die ganze Quälerei war für die Katz. Das heißt: eine vorübergehende Diät kann niemals langfristig erfolgreich sein, eine dauerhafte Ernährungsumstellung allerdings schon.

Wie aber beginnen? Der optimale Einstieg ist das so genannte Heilfasten. Das Heilfasten, also der komplette oder doch weitgehende Verzicht auf feste Nahrung für eine begrenzte Zeit, dient nicht in erster Linie der Gewichtsabnahme, obwohl das ein schöner Nebeneffekt ist. Ziel des Heilfastens ist eine Entschlackung des Körpers und eine Harmonisierung des Stoffwechsels. Dies hat u.a. einen günstigen Effekt auf den Säure-Basen-Haushalt und lindert Entzündungsvorgänge im Organismus (z.B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Allergien). Es gibt verschiedene Fastenmethoden: Molkefasten, Obstfasten, Saftfasten, Basenfasten. Besondere Varianten sind auch die F.X.-Mayr-Kur oder die Schrothkur. Am bekanntesten ist wohl das Heilfasten nach Buchinger, bei dem mit Gemüsebrühe und Säften eine geringe Menge Kalorien, Vitamine und Mineralien zugeführt werden.

Hat man mit einer Heilfastenkur den Anfang gemacht, fällt eine grundlegende Ernährungsumstellung mit dem Ziel der Gewichtsreduktion wesentlich leichter. Allen Diäten gemeinsam ist das Prinzip, die Energiebilanz im negativen Bereich zu halten - es wird mehr Energie verbraucht als durch die Nahrung zugeführt. Damit dies funktioniert, ist allerdings auch sportliche Bewegung nötig - dauerhaft! Wurde Gewicht erfolgreich abgebaut, muss die Ernährung weiterhin festen Prinzipien folgen. Hier folgt man am besten dem Bild der ,,Ernährungspyramide": Der größte Ernährungsanteil sollte bei Obst und Gemüse liegen, dann jeweils stufenweise weniger Getreideprodukte, Milchprodukte, Fleisch und Fisch und nur ganz wenig Zucker und Süßwaren.

Präparate zur Unterstützung

Viele Hilfsmittel aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt können bei einer Diät unterstützend wirken. Sie sind sinnvoll, wenn sie als Begleitung auf dem Weg zu einer gesünderen Ernährung begriffen werden. Damit sie nachhaltig wirken, müssen sie aber eingebettet sein in einen tragfähigen Ernährungs- und Bewegungsplan, sonst werden alle Erfolge durch den Jojo-Effekt zunichte gemacht.

Hingegen langfristig hilfreich können Präparate zur Entgiftung (Detox) und zum Erhalt eines gesunden Säure-Basen-Gleichgewichts sein. Sie sollten jedoch zugleich mit einer basenbetonten Ernährung Verwendung finden - das bedingt auch die Reduzierung bzw. Verzicht von Genussmitteln wie Alkohol, Kaffee oder grünem und schwarzem Tee. Basenkuren unterstützen die Ausscheidung von Ablagerungen und entlasten Leber und Niere. Basenbäder fördern die Entschlackung über die Haut. Detox-Kuren sorgen ebenfalls dafür, dass sich Giftstoffe, die sich im Körper angesammelt haben, ausgeleitet werden. Sinnvoll kann auch eine Kur mit Schüßler-Salzen sein: Die Kombination der Salze Nr. 9 (Natrium phosphoricum), Nr. 10 (Natrium sulfuricum) und Nr. 5 (Kalium phosphoricum) dient der Entsäuerung des Organismus und reguliert den Stoffwechsel.

Detox - Was ist das?

Detox bedeutet auf Deutsch ,,Entgiften". Dahinter steckt die Erkenntnis, dass sich im Laufe des Lebens Schadstoffe aus Genussgiften, Luft und Wasser, ja selbst aus Nahrungsmitteln in unserem Körper ansammeln und die Leber belasten. Die Folgen: Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Schlafprobleme und Müdigkeit bis hin zu erhöhten Cholesterinwerten. Doch wie kann der Körper detoxifiziert, also entgiftet werden? Dazu bietet sich eine Kombination aus Basenfasten, viel Trinken, zuckerfreier Ernährung und einer Kur mit pflanzlichen Präparaten an. Eine Studie zeigt, dass ein Spezialextrakt aus der Königsartischocke in der Lage ist, die Vitalität und damit die Stoffwechselaktivitäten angeschlagener Leberzellen erheblich zu verbessern. Weitere entschlackende Pflanzen sind z.B. Mariendistel und Brennnessel.

Bildnachweis(e): George Doyle / Stockbyte - Thinkstock

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