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Exakte Zahlen gibt es nicht, aber man schätzt, dass in Deutschland 5 Prozent der Bevölkerung an einer Depression leiden.

Die Dunkelziffer ist deswegen hoch, weil die Depression entweder nicht erkannt wird oder weil Betroffene ihre Not niemandem offenbaren. Dabei ist Hilfe dringend notwendig: Immerhin sterben 10 bis 15 Prozent der an Depression Erkrankten durch Suizid.

Darüber reden: Psychotherapie

Wie jeder weiß, verschafft es Entlastung, über ein Problem zu reden und beim anderen Verständnis zu finden. Darauf fußen auch Psychotherapien, welche in der Behandlung der Depression mittlerweile große Fortschritte gemacht haben und auf Erfolgsquoten von bis zu 80 Prozent verweisen können. Vor allem die kognitive Verhaltenstherapie scheint sich Studien zufolge gut zur Behandlung zu eignen: Sie geht davon aus, dass die Depression stark mit selbstabwertenden Denkmustern gekoppelt ist, und versucht, in der Selbstwahrnehmung des Patienten alternative, positivere Muster zu verankern.

Ein Kräutlein hilft: Johanniskraut

Bei leichten und mittelschweren Depressionen kann auch ein pflanzlicher Wirkstoff Hilfe bringen. Die zur Mittsommerzeit blühende Pflanze enthält Wirkstoffe wie Hyperforin, Hypericin und verschiedene Flavonoide, welche die Botenstoffe im Gehirn wieder ins Gleichgewicht bringen. Johanniskraut-Extrakt ist allerdings nur hochdosiert wirksam. Die Wirkung setzt nach etwa zwei bis drei Wochen ein.

Richtig schlafen: Nicht zu wenig, nicht zu viel

Der Schlaf ist ein sensibles Thema bei Depressionen. Einerseits kann ein gesunder Schlaf die Symptome einer Depression lindern, andererseits leiden gerade Depressive häufig unter Schlafstörungen. Milde, pflanzliche Schlafmittel mit Baldrian, Hopfen, Melisse, Lavendel und Passionsblume können die Schlafbereitschaft fördern. Es kommt auch auf die Dauer des Schlafs an: Als besonders gesundheitsfördernd erweist sich eine Dauer von sieben bis acht Stunden. Sowohl weniger als auch mehr Schlaf sind der Erholung abträglich.

In schweren Fällen: Antidepressiva

Bei der Depression werden drei Schweregrade unterschieden: leicht, mittelschwer und schwer. Schwere Depressionen können den Einsatz chemischer Antidepressiva notwendig machen. Die Wirkung der Antidepressiva beruht darauf, dass sie den Stoffwechsel der körpereigenen Neurotransmitter wieder ausgleichen.

Es werde Licht: Tageslichtleuchten

Es gibt auch saisonal abhängige Depressionen, die nur bei Lichtmangel auftreten („Winterdepression“). Verantwortlich dafür ist eine vermehrte Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, wohingegen das aktiv machende „Glückshormon“ Serotonin gehemmt wird. Ein wirksames Gegenmittel ist eine im Handel erhältliche Tageslichtleuchte, die das Lichtspektrum des Sonnenlichts simuliert. Morgens beim Aufstehen angewandt, vertreibt die Lichttherapie wirksam die Müdigkeit.




Depression – Was ist das?

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich in einer anhaltenden gedrückten Stimmung äußert. Weitere Symptome: eine Hemmung von Antrieb und Denken, Interessenverlust sowie körperliche Symptome, die von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis hin zu Schmerzzuständen reichen. Weiterhin zeigt sich die Depression in einer schweren, lähmenden Müdigkeit. Auch Reizbarkeit und Jähzorn gehören zu den typischen Symptomen. Erbliche und umweltbedingte Faktoren wirken bei der Entstehung zusammen: So reagieren Betroffene offenbar besonders verletzlich auf psychische Belastungen, körperlich zeigt sich dies in Störungen des Neurotransmitter-Stoffwechsels im Gehirn. Neurotransmitter sind psychisch wirksame Botenstoffe.


Bildnachweis(e): Viktor Cap – 123RF

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