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Schätzungsweise 20 bis 50 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind von trockener Haut betroffen. Besonders die Haut von Menschen mit Neurodermitis oder Schuppenflechte (Psoriasis) leidet in der kalten Jahreszeit.

Heizungsluft entzieht der Haut Feuchtigkeit und trocknet sie aus. Auch die kalte Luft im Freien hat einen geringen Feuchtigkeitsanteil, was zusätzlich zum Austrocknen der Haut führt. Zudem ziehen sich die Blutgefäße unter der Haut durch die Kälte zusammen, um die Wärme besser speichern zu können. Folge: Es entsteht eine Unterversorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Der Stoffwechsel wird herabgesetzt und die Haut reagiert empfindlicher auf äußere Einflüsse. Weiteres Problem: Bei kühlen Temperaturen verringert sich die hauteigene Talgproduktion, wodurch ein wesentlicher Teil des natürlichen Hautschutzmantels fehlt. Durch den fehlenden Fettfilm kann die Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche schneller verdunsten. Heizungsluft und niedrige Luftfeuchtigkeit im Winter begünstigen die Verdunstung. Die Haut wird rau, rissig und blass, sie juckt und spannt.

Im Winter braucht die Haut spezielle Pflege

Vor allem für Neurodermitis- und Psoriasis-Patienten kann der Winter zu einer regelrechten Tortur werden. Denn die angegriffene Haut wird durch die klimatischen Bedingungen zusätzlich stark belastet. Um die Haut zu schützen, braucht sie vor allem in der kalten Jahreszeit viel Pflege. Neben der richtigen Pflege gibt es einige hilfreiche Tipps für ein angenehmes Hautgefühl in der kalten Jahreszeit.

Häufiger Kontakt mit Wasser und Seife trocknet die Haut aus. Deshalb ist besser, nur kurz zu duschen als länger in der Badewanne zu verweilen. Parfum-, seifen- und schaumfreie Reinigungslotionen unterstützen außerdem die Haut, ihren Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren.

Auch nach dem Waschen, Duschen oder Baden gibt es einiges zu beachten: Statt sich kräftig abzurubbeln, sollte man die Haut lieber behutsam trocken tupfen. Nach dem Abtrocknen heißt es: Gründlich salben und cremen. Gerade im Winter darf die Creme ruhig etwas reichhaltiger sein. Cremes mit pflegendem Mandelöl sorgen für eine nachhaltige Rückfettung der Haut und machen sie weich und geschmeidig.

Sollte die Pflege einmal nicht mehr ausreichen und sich Entzündungssymptome wie Rötungen, Juckreiz, Schwellungen zeigen, helfen schnell mild dosierte Hydrocortison Cremes (rezeptfrei, aus der Apotheke).

Das tut der Haut zusätzlich gut

• Trinken: Pro Tag sollten es schon zwei Liter Mineralwasser oder Früchtetees sein, um den Flüssigkeitshaushalt der Haut zu verbessern.
• Frisches Obst und Gemüse verzögern mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C und E den Hautalterungsprozess. Gleichzeitig ist man in der kalten Jahreszeit mit Vitalstoffen versorgt.
• Auch wenn es draußen eisig kalt ist: Regelmäßiges Lüften erhöht die Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen und schützt die Haut vor dem Austrocknen. Zudem sorgen Luftbefeuchter für ein gutes Raumklima.
• Spaziergänge an der frischen Luft sind ebenfalls gut für die Haut. Sie regen die Durchblutung an und die Haut kann Feuchtigkeit tanken.
• Auch Joggen oder Wechselduschen fördern die Durchblutung der Haut.

Neurodermitis

Neurodermitis gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen. In Deutschland sind 4 Millionen Menschen von der chronischen Erkrankung betroffen, die meist bereits im Kleinkindalter beginnt. Zur Entstehung tragen sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse bei. Die Krankheit verläuft in Schüben, die durch verschiedenste Stoffe aus der Umwelt, aber auch durch psychische Ursachen ausgelöst und verstärkt werden können. Es handelt sich dabei um eine Überreaktion des Immunsystems. Typische Symptome sind extremer Juckreiz sowie schuppige und trockene Haut.

Psoriasis

Die Hauterkrankung Psoriasis, an der in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen leiden, äußert sich durch gerötete und erhabene Hautstellen, die mit silberweißen Schuppen überzogen sind und teilweise stark jucken. Die erkrankten Hautareale sind punktförmig bis handtellergroß und deutlich abgegrenzt. Meist sind Knie, Ellenbogen oder Kopfhaut betroffen. Auslöser der Hautveränderungen ist eine fehlgesteuerte Immunreaktion gegen Zellen der Oberhaut (Autoimmunreaktion). Sie teilen sich viel schneller als normal und dadurch verdickt sich die Oberhaut. Ursache für die Erkrankung sind sowohl genetische Faktoren als auch Faktoren wie Infektionen, die Einnahme von Medikamenten oder äußere Einflüsse wie Hautverletzungen. Auch Stress kann die Entstehung von Psoriasis begünstigen oder einen Schub auslösen.

Bild: www.imagesource.com

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