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Regelmäßige, weiße Zahnreihen ohne Lücken oder Verfärbungen tragen maßgeblich zu einem attraktiven Äußeren bei.

Doch damit die Zähne auch dauerhaft so schön aussehen, muss man etwas tun. Eine gute Zahnpflege umfasst mehr als nur das tägliche Zähneschrubben.

Psychologen haben festgestellt, dass es nur Sekundenbruchteile dauert, bis wir uns von unserem Gegenüber ein Bild gemacht haben. Ob wir jemanden attraktiv finden oder nicht, hängt von einigen wichtigen Markern ab. So werden symmetrische Gesichtszüge als ausgesprochen anziehend empfunden. Neben einer gesunden Haut und einem schlanken Körper sind es vor allem harmonische Zahnreihen, die den ersten Eindruck prägen und als Sympathiefaktor gelten. Nicht zuletzt helfen schöne Zähne auch bei der Karriere: ,,Studien seriöser Meinungsforschungsinstitute haben nachgewiesen, dass Menschen mit strahlend weißen Zähnen im Berufsleben schneller Karriere machen und besser verdienen. Grund: das gepflegte Lachen steht für Gesundheit, Stärke, Ausgeglichenheit, Kompetenz und Glaubwürdigkeit", so der Zahnarzt Dr. Rüdiger Butz im Gespräch mit der Initiative proDente. Um beim Gegenüber zu punkten, komme es daher auf eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege an.

Die richtige Zahnpflege

Im Allgemeinen sieht es in Deutschland gar nicht so schlecht aus, was die Disziplin beim Zähneputzen angeht. Doch trotz guter Grundreinigung liegt der Teufel im Detail. So wissen viele Menschen hierzulande nicht, welche Zahnbürste für sie geeignet ist, sie wenden eine falsche Putztechnik an oder sie schenken den Zahnzwischenräumen zu wenig Aufmerksamkeit. Insbesondere bei den Zahnzwischenräumen liegt einiges im Argen. Nur ein Viertel der Deutschen widmet sich täglich diesem für Zahn-und Zahnfleischprobleme anfälligen Bereich. Jeder Dritte benutzt überhaupt keine Zahnseide. Das ist ein wesentlicher Grund für die Häufigkeit von Zahnproblemen wie Karies und Parodontitis.

Was das richtige Putzwerkzeug angeht, so gibt es eine Reihe von Kriterien. Zahnärzte empfehlen, dass der Bürstenkopf möglichst klein sein sollte, damit auch schwer zugängliche Stellen erreicht werden. Besser ist es, weiche oder mittelweiche Borsten zu verwenden; harte Borsten sorgen für einen zu starken Abrieb. Sobald die Borsten sich nach außen biegen, muss die Zahnbürste erneuert werden, spätestens nach drei Monaten. Eine gründlichere Reinigung ist mit einer elektrischen Zahnbürste möglich. Für die Reinigung der Zahnzwischenräume empfiehlt sich wie gesagt Zahnseide. Einmal täglich - so empfehlen es Wissenschaftler - sollte die zarte, aber stabile Kunstfaser zum Einsatz kommen. Ob Natur, gewachst oder flauschig, ob mit Minzgeschmack, Fluor oder antibakteriellen Wirkstoffen - das hängt von individuellen Bedürfnissen ab. Zum Einsatz unter Brücken sind Kunstfasern mit verstärkten Enden zum Einfädeln geeignet (Superfloss). Eine große Bandbreite, um die Zwischenräume zu reinigen, bieten Zahnzwischenraumbürsten. Ihr Einsatz bewährt sich mit zunehmendem Lebensalter, da dann die Zahnzwischenräume bereits offener sind. Zusätzlich unterstützen Mundduschen und Mundspülungen die Zahnhygiene.

Die optimale Art, die Zähne zu putzen, ist die so genannte ,,Rütteltechnik". Dazu die Bürste im 45 Grad Winkel am Zahnfleischrand aufsetzen und leicht rütteln. Auf diese Weise werden die hartnäckigsten Zahnbeläge, welche am Zahnfleischsaum sitzen, gelockert. Streichen Sie diese dann mit der Bürste mit sanftem Druck vom Zahnfleisch in Richtung Zähne aus und rücken Sie zu den nächsten Zähnen weiter. Dabei gilt es, systematisch Zahn für Zahn vorzugehen: erst die Zahnreihen außen, danach die Zahnreihen innen und zum Schluss die Kauflächen.

Bei schwer zugänglichen Stellen gelingt es aber nicht immer, durch das Zähneputzen Zahnbelag vollständig zu entfernen. Mineralisiert der zunächst weiche Belag jedoch, bildet sich eine harte Plaque oder Zahnstein - ein idealer Nährboden für Bakterien. Um diese festen Auflagerungen zu beseitigen, ist von Zeit zu Zeit eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt nötig. Mittels Ultraschall- und Pulverstrahlgeräten kann man nicht nur dem Zahnstein zu Leibe rücken, sondern auch Verfärbungen, die etwa durch den häufigen Genuss von Tabak, Kaffee oder Tee entstehen.


Deutsche putzen fleißig

In den meisten Ländern Europas hat sich die Mundgesundheit in den vergangenen Jahren verbessert. In Deutschland wird die Mundgesundheit regelmäßig umfassend analysiert. Ergebnis der letzten DMS-Studie: Der Zahnverlust verschiebt sich zunehmend ins höhere Alter. Durchschnittlich fehlen einem Erwachsenen heute 2,7 Zähne. In der Erhebung von 1997 betrug der Wert noch 4,2. So verwundert es nicht, dass die Deutschen bei der Pflege ihrer Zähne ganz gut abschneiden. Wie die meisten Europäer putzt auch hier der überwiegende Teil der Bevölkerung - über 70 Prozent - mindestens zwei Mal täglich die Zähne. Mit 86 Prozent schwingen die Italiener am häufigsten die Zahnbürste. Das Schlusslicht bilden die Franzosen, gefolgt von Irland und Großbritannien.

Quellen: Initiative proDente e.V. / Deutsche Mundgesundheitsstudie des Instituts der Deutschen Zahnärzte

Bildnachweis(e): Michael Hoerichs / iStockphoto - Thinkstock

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