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Lange haben Wissenschaftler den Einfluss des Wetters auf Gesundheit und Wohlbefinden bestritten – sie fanden dafür keine messbaren Belege.

Für viele Leidgeplagte ist die Wetterfühligkeit dennoch eine unwiderlegbare Tatsache. Wettersensible haben es in den Aprilwochen besonders schwer. Kein anderer Monat steht so sinnbildlich für die Launen des Klimas.

Es gibt Menschen, die Wetterveränderungen genauso zuverlässig voraussagen können wie ein Barometer. Sie reagieren schon Stunden vorher mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Migräne, Gereiztheit, Schwindel, Übelkeit, Schlafstörungen, Rheuma oder Narbenschmerzen auf eine rasch hereinziehende Regenfront oder einen Föhneinbruch. Mediziner haben früher solche Erscheinungen häufig als Phantasterei oder Hypochondrie abgetan, doch selbst bei ihnen hat mittlerweile ein Umdenken eingesetzt. Forschungsprojekte, an denen Meteorologen, Mediziner und Psychologen beteiligt sind, arbeiten daran, dem Phänomen der Wetterfühligkeit auf den Grund zu gehen.

Innere Antenne für Wetterschwankungen

Laut Umfragen ist jeder zweite Deutsche davon überzeugt, Wetterumschwünge am eigenen Leib zu spüren. Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer. Für die auslösenden Wetterlagen gibt es keine Faustregel: Manche leiden besonders heftig bei nasskaltem Wetter, andere wiederum stärker bei schwüler Hitze. Am häufigsten treten die Symptome allerdings bei starken Luftdruckänderungen auf, wenn beispielsweise auf schlechtes Wetter plötzlich ein sonniges Hoch folgt, oder umgekehrt, wenn sich ein Sturm- und Regentief ankündigt.

Was aber löst letztlich die Beschwerden aus? Bislang gibt es noch keine eindeutigen Forschungsergebnisse, aber eine Reihe von Theorien. Diskutiert wird der Einfluss von Druckschwankungen und elektromagnetischen Feldern – so genannten „Sferics“. Entdeckt wurden die Sferics zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als man die Ursache von Störungen – Knistern und Knacken – in Radioempfängern untersuchte. Diese elektromagnetischen Impulse entstehen, wenn Luftmassen aneinander reiben, also immer dann, wenn kalte und warme Luft aufeinander treffen. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Sinneskörper an der Halsschlagader wie Antennen auf die elektromagnetischen Einflüsse und die Druckunterschiede reagieren und so das körperliche Unbehagen auslösen können. Verstärkt wird der Effekt offenbar noch durch Stress, innere Unausgeglichenheit und starke Anspannung. Dadurch wird die Reizschwelle des vegetativen Nervensystems gegen Wetteränderungen herabgesetzt.

Der April macht, was er will

Die Übergangsjahreszeiten bereiten den Wetterfühligen buchstäblich die meisten Kopfschmerzen. Die Wetterlage ist dann besonders instabil und wechselhaft. Kaum einen anderen Monat betrifft das so sehr wie den April: Winter und Frühling liegen im Widerstreit und wie auf einer klimatischen Achterbahn wechseln sich sonnig-warme Phasen mit Schnee- und Hagelschauern ab.

Wetterfühlige müssen sich im launischen April aber keineswegs dem Schicksal ergeben und still vor sich hin leiden. Es gibt viele Mittel gegen die Wetterfühligkeit. Um das vegetative Nervensystem zu schonen, sollte man auf den übermäßigen Genuss von Kaffee, Nikotin und Alkohol verzichten. Auch Abnehmen hilft, denn die Wetterempfindlichkeit ist bei Übergewichtigen stärker ausgeprägt. Eine Ernährungsumstellung hin zu mehr Obst und Gemüse versorgt den Körper zusätzlich mit mehr Vitaminen und Vitalstoffen und kräftigt das Immunsystem. Das beste Mittel ist allerdings, sich dem Wandel des Wetters bewusst auszusetzen und so oft wie möglich hinaus an die frische Luft zu gehen. Ausgedehnte Spaziergänge, egal ob’s regnet oder stürmt, stärken die Widerstandskraft, pumpen die Lungen voll Sauerstoff und regen den Kreislauf an. Auch Ausdauersport fördert die Anpassungsfähigkeit an das Wetter. Warum also nicht einmal hin und wieder eine Fahrradtour durch die erblühende Natur unternehmen?

Sauna-Fans machen es genau richtig. Das Schwitzen und das anschließende Kältebad härten ab und stabilisieren das vegetative Nervensystem. Ähnlich wirken Kneipp´sche Güsse auf Unterarme und Unterschenkel. Und schließlich sollte auch auf ausreichend Schlaf geachtet werden. Wer morgens ausgeruht und erholt aufsteht, steht auf der Sonnenseite des Lebens, selbst wenn`s draußen Hunde und Katzen hagelt.

Biowetter – Welche Wetterlagen Probleme bereiten

Bevorstehender Wetterumschwung – biologisch ungünstigste Wetterlage
Starke Zunahme von wetterbedingten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne, Herz- und Kreislaufproblemen, Schlafstörungen, erhöhte Schmerzempfindlichkeit, Rheuma, Wund- und Narbenschmerzen. Konzentration und Leistungsfähigkeit sinken.

Einsetzender Wetterumschwung
Kopf- und Gliederschmerzen, Nervosität und Gereiztheit lassen allmählich nach, der Schlaf bessert sich. Wettersensible leiden nach wie vor häufig unter erhöhtem Schmerzempfinden. Einsetzendes Regenwetter verstärkt bei vielen Menschen depressive Verstimmungen.

Wetterberuhigung nach Durchzug einer Kaltfront
Verbessertes Allgemeinbefinden, der Kreislauf normalisiert sich. Erhöhtes Schlafbedürfnis.

Besonders günstig sind stabile Schönwetterlagen. Es sind nur selten wetterbedingte Beschwerden zu beobachten. Ungünstig sind dagegen extreme Schönwetterlagen mit starker Hitze und Gewitterneigung. Sie sorgen für Wärmestress, schlechten Schlaf und eine starke Belastung des vegetativen Nervensystems.

Bild: Klosterfrau

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