Mehr Wissen für
mehr Wohlbefinden

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Massenmedien und das Internet dringen in die feinsten Winkel unseres Lebens – omnipräsent und oft mit ungeklärtem Nutzen.

Das digital durchgetaktete Leben kann praktisch sein, aber es beansprucht Ressourcen wie Geld, Zeit und Nerven. Dauerbelastung und Multitasking machen uns Stress. Seit Jahren beobachten wir steigende Arbeitsbeschleunigung und Terminverdichtung auch in der Freizeit bei zunehmender Reizüberflutung aus permanent verfügbaren Medien.

Viele Menschen meinen ständig verfügbar sein und auf E-Mails oder Chats sofort reagieren zu müssen. Sie verlieren die Fähigkeit, Wesentliches zu filtern und Prioritäten für sich zu setzen. Auf Dauer bilden sich Ermüdungseffekte, Frustration und schlechtes Selbstwirksamkeitserleben. In unserem Lifestyle mangelt es an geregelten Tagesabläufen und Entspannungsphasen, Bewegung in der Natur oder an der Beschäftigung mit Hobbies. Das Genusserleben wird verlernt und oft kommt Beziehungsstress auf. Die persönliche Glücksdefinition ist materiell oder virtuell. Authentische Begegnungen und Dialog in Familie, Bekannten- und Kollegenkreis verlieren sich. Die schriftliche Online-Kommunikation muss oft teuer bezahlt werden mit hohen emotionalen Investitionen für Konfliktklärung, Ausräumen von Missverständnissen, Wiederherstellung von Vertrauen.

Gesellschaftliche Trends lassen sich kaum zurückdrehen und einseitige Verweigerung isoliert. Aber ein Bewusstsein, wie unser stressiger Lifestyle psychische Störungen begünstigt, hilft Erschöpfung, Sinnentleerung und psychischen Erkrankungen vorzubeugen. Antistress-Programme können unterstützen.

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Prof. Dr. med. Christoph Bielitz | Ärztlicher Direktor Sigma-Zentrum

Ich empfehle, in sich hineinzuhören: der Körper zeigt uns Grenzen auf, zum Beispiel in Form von Schwäche, Schmerzen oder Fehlregulationen, die in praktisch jedem Organsystem möglich sind. Eine Früherkennung von Stressrisiken verhindert Verschlimmerung und Chronifizierung. Suchen Sie den Dialog mit Vertrauenspersonen und scheuen Sie auch einen Arztbesuch nicht. Wichtig ist eine höchst individuelle Betrachtung. Keineswegs muss jeder therapiert werden, mitunter reichen Auszeiten, zum Beispiel Urlaub. Aber die psychische Gesundheit ist die Basis für ein glückliches und erfolgreiches Leben. Auch dabei gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen.


SIGMA-Zentrum Bad Säckingen | Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin

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