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Wo einst Kaiser und Könige kurten und der kleine Mann von Ferne zuschaute, finden sich heute Thermaltempel für jedermann. Drei Tipps für einen ‚warmen‘ (Tages-) Ausflug in der kalten Jahreszeit …

Vor 1.200 Jahren bereits wurde Kissingen, am südöstlichen Rand des Naturparks Bayerische Rhön gelegen, erstmals urkundlich erwähnt. 1883 machte es der bayerische ‚Märchenkönig‘ Ludwig II. zum Bad. Viele berühmte Kaiser, Könige, Politiker und Künstler besuchten es seither, flanierten in der Wandelhalle, hatten Anwendungen im Kurhausbad oder versuchten ihr Glück im Casino. Doch auch Normalsterbliche kommen hier auf ihre Kosten. Heute ist sich Bad Kissingen seiner Vergangenheit als traditionsreiches Weltbad bewusst und hat sich mit einer modernen Thermenlandschaft doch für die Zukunft positioniert: Die 2004 eröffnete KissSalis Therme ist der neue Magnet der historischen Kurstadt.

Bad Kissingen und die KissSalis Therme

Die Therme, konzeptionell angelegt als ‚Heilbadelandschaft‘, bietet einerseits die Annehmlichkeiten eines modernen Gesundheitsbades und kommt andererseits vielen Bedürfnissen einer wellnessorientierten Freizeitgestaltung nach. Vier Bereiche sorgen dabei für die passenden Angebote: vor allem die großzügige ThermenLandschaft mit ihren 1.000 Quadratmetern Wasserflächen und der weitläufige SaunaPark, der jetzt noch einmal erweitert wird, sind hier zu nennen. Der WellnessPavillon inklusive kleinem Hamam verspricht erholsame Anwendungen, wie etwa Seifenbürstenmassagen oder Lomi Lomi Nui. In der FitnessArena gehören Power und Spaß zum Workout, auch für Kurzzeitgäste.

Gern angenommen werden die 18 ganzjährig verfügbaren und preiswerten Wohnmobilstellplätze direkt an der KissSalis Therme. Zugegeben, auf eine Atmosphäre wie am Zeltplatz an der Saale muss man verzichten, aber: Die Entspannung fängt quasi gleich vor der Campertür an.

Bad Wildbad und das Palais Thermal

Wildbad um 1860: König Wilhelm I. von Württemberg ist stolz auf ‚sein‘ Wildbad, zu jener Zeit eines der bekanntesten Bäder Mitteleuropas. Viel Geld investiert er in den Neubau des Kurzentrums, darunter ins Badhotel und Badegebäude (dem heutigen Palais Thermal). In den noblen Herbergen verkehren Persönlichkeiten aus aller Herren Länder, darunter auch der italienische Opernkomponist Gioachino Rossini. Und noch heute, 150 Jahre später, bietet Bad Wildbad entsprechendes Kurstadtflair „zwischen Tannen und Thermen“ inmitten der ländlichen Idylle des Schwarzwalds – jetzt zeitgemäß modernisiert.

Das historische Palais Thermal präsentiert sich nun als liebevoll restauriertes Erlebnis- und Saunabad, das sich selbst als „Deutschlands sinnlichste Therme zwischen Stuttgart und Karlsruhe“ bezeichnet. Unübersehbar wird sakralen Vorbildern nachgeeifert, die das Innendesign beeinflusst haben: Überall bewirken farbige Fenster eine optische Steigerung der Raumatmosphäre. Dazu kommt die beeindruckende Maurische Halle mit ihren orientalisch verzierten Marmorsäulen und Ornamenten sowie Jugendstilverglasungen. Was alles in diesen Wellnesshallen unternehmen? Das Bad gibt eine ganz einfache Antwort: „Gestresst kommen – entspannt gehen.“

Wer lieber moderne Badewelten bevorzugt: Die Alternative in Bad Wildbad heißt Vital Therme. Eingebettet in eine parkähnliche Anlage liegen diese mitten im Grünen und doch im Ortszentrum. Jüngstes Highlight: die ‚Microsalt-Salzlounge‘, ein Entspannungsraum zum Durchatmen wie am Meer.

Wiesbaden und die Kaiser Friedrich-Therme

Das Mineralheilbad Wiesbaden ist eines der ältesten Kurbäder Europas. 1836 bereits wurde hier die erste ‚Orthopädische Heilanstalt‘ eröffnet. Die hessische Landeshauptstadt hat sich heute zu einem medizinischen Zentrum mit hohem Qualitätsstandard entwickelt, dessen Ruf weit über die Rhein-Main-Region und Deutschland hinausgeht. Doch auch, wer sich ‚nur mal so‘ etwas Gutes tun will, findet hier den richtigen Badetempel.

Schon die Römer schätzten die heilende und wohltuende Wirkung der 26 heißen Quellen Wiesbadens. Heute kann man diese Thermalwasser unter anderem im Jugendstil-Ambiente der Kaiser-Friedrich-Therme genießen. Mitten im Herzen der Stadt, wenige Gehminuten vom Kurhaus entfernt, entstand es 1913 als Hommage an das einstige römische Schwitzbad, auf dessen Fundament es errichtet wurde. Dem Besucher präsentiert sich die restaurierte Anlage im Stil einer antiken Therme mit säulenverzierten Räumen und aufwändigen Ornamenten. Wer die eindrucksvolle Schwimmhalle mit den wertvollen Keramiken und Fresken verlässt, findet zudem eine zeitgemäße Saunalandschaft auf gut 1.500 Quadratmetern vor. Ausgesuchte Wellness-Anwendungen runden das exklusive Angebot ab.

Alternativ bietet sich das moderne Thermalbad Aukammtal im gleichnamigen Wiesbadener Kurviertel an. In dessen 4.400 Quadratmeter großen Badebereich samt Aktionsbecken lässt es sich drinnen wie draußen toben und entspannen. Auch im Saunabereich hat man Groß und Klein im Blick: Einmal im Monat gibt es hier eine Familiensauna. Kinder ab drei Jahren können dann mit ihren Eltern das Saunabaden ausprobieren.

Bildnachweis: Oliver Hebel

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